Autor
Titel
De Hippocratis et Platonis placitis opus eruditum et philosophis et medicis utilissimum, novem libris ( quorum primus dessinatur )
Untertitel
Publikationsjahr 1534
Publikationsort Paris
Verlag/Herausgeber S. Colinaeum
Sprache Latein
Illustrationen Nein
Beschreibung

Galenus (auch Galenos von Pergamon, Aelius Galenus, „Claude“ Galien, deutsch Galen), wurde zw. 128/131 in Pergamon geboren und starb zwischen 199 und 216 in Rom. Er war Arzt, Anatom und fleissiger Verfasser hauptsächlich medizinischer Schriften und gilt nach Hippokrates als der bedeutendste Arzt des Altertums. Er übernimmt Fragmente eines Textes von Polyklet, den  canon, und bettet ihn unter Beizug zahlreicher anderer Schriften u.a. von Plinius in seine Schriften ein (in Buch 5 des oben genannten Titels, jedoch erwähnt Galenus auch in anderen seiner zahlreichen Werke den canon von Polyklet, z.B. in Des semences oder Sur les Tempéraments). Galenus zeichnet damit auch die künstlerischen Erfahrungen seiner Zeit auf. Es handelt sich um eine Art Führer für Skulptoren sowie um eine Theorie der Proportionen, die hauptsächlich auf der Theorie der perfekten Symmetrie und perfekter anthropomorphen Proportionen und Harmonie nach Polyklet beruht. Sie stützt sich auch auf den von Polyklet erfundenen Kontrapost der Figuren, der die Steinmetzen und Holzschnitzer im 16. Jh. ab seiner ersten Publikation im Jahre 1534 stärker beschäftigte als die Maler. Canon als Begriff wird ab diesem Zeitpunkt zum Synonym theoretischer und programmatischer Vorschriften jeglicher Art.

Galenus (auch Galenos von Pergamon, Aelius Galenus, „Claude“ Galien, deutsch Galen), wurde zw. 128/131 in Pergamon geboren und starb zwischen 199 und 216 in Rom. Er war Arzt, Anatom und fleissiger Verfasser hauptsächlich medizinischer Schriften und gilt nach Hippokrates als der bedeutendste Arzt des Altertums. Er übernimmt Fragmente eines Textes von Polyklet, den  canon, und bettet ihn unter Beizug zahlreicher anderer Schriften u.a. von Plinius in seine Schriften ein (in Buch 5 des oben genannten Titels, jedoch erwähnt Galenus auch in anderen seiner zahlreichen Werke den canon von Polyklet, z.B. in Des semences oder Sur les Tempéraments). Galenus zeichnet damit auch die künstlerischen Erfahrungen seiner Zeit auf. Es handelt sich um eine Art Führer für Skulptoren sowie um eine Theorie der Proportionen, die hauptsächlich auf der Theorie der perfekten Symmetrie und perfekter anthropomorphen Proportionen und Harmonie nach Polyklet beruht. Sie stützt sich auch auf den von Polyklet erfundenen Kontrapost der Figuren, der die Steinmetzen und Holzschnitzer im 16. Jh. ab seiner ersten Publikation im Jahre 1534 stärker beschäftigte als die Maler. Canon als Begriff wird ab diesem Zeitpunkt zum Synonym theoretischer und programmatischer Vorschriften jeglicher Art.

Ausgaben Weitere lat. Ausgabe: Apud Andream Cratandrum, Basileae 1535 | Cl. Galeni de Hippocratis et Platonibus dogmatibus libri IX. Iano Cornarion interprete, Lugduni 1550 (ohne Verlag ; Ex. : Basel UB , Sign. : UBH Le XI 15) | in aedibus B. G. Teubneri, Lipsiae 1874 + Nachdruck, Hakkert, Amsterdam 1975.|

Franz. Ausgabe: Bei Claude Boursicaud, Lyon 1585 | Galien, Claude: Des doctrines d’Hippocrate et Platon. De Lacy, Ph. ( Hg. ), Akademie-Verlag, Berlin 1984.
Erstausgabe De Hippocratis et Platonis placitis opus eruditum et philosophis et medicis utilissimum, novem libris ( quorum primus dessinatur ) (180 (ca.)) von Galien, Claude
Bezug zu anderen Quellen
Referenzen Galien 1984, Beck / Bol 1990, Muller-Dufeu 2002